Anzahl der Gerichtsprozesse in Deutschland steigt!

12.12.2015

 

Die Deutschen streiten immer mehr vor Gericht. Das hat die Rechtsschutzversicherung Advocard in einer Auswertung aus ihrem neuen Streitatlas 2015 herausgebracht.

Vor allem bei jungen Menschen zwischen 18 und 35 Jahren ist ein deutlicher Zuwachs von bis zu 20% zum Rechtsweg zu verzeichnen. Im Jahr 2012 fielen 20,9 Gerichtsverfahren auf 100 Einwohner. Im Jahr 2014 sind es bereits 22,3 Streitfälle je 100 Einwohner. Peter Stahl, Vorstand der Advocard: „In unserer heutigen Informationsgesellschaft haben wir es verstärkt mit sehr gut informierten Verbrauchern zu tun. Obwohl das deutsche Recht sehr komplex ist, wissen sie sehr genau um ihre Rechte und treten für diese selbstbewusst ein. Daraus ergibt sich eine steigende Streitbereitschaft, die wir deutlich in den Ergebnissen des diesjährigen Streitatlas beobachten können.“

In Bayern liegen die wenigsten Rechtsstreitigkeiten, mit 18,8 Streitfällen pro 100 Einwohnern, vor. Die höchste Quote erreichen die Berliner mit 29,3 Streitfällen pro 100 Einwohnern.  Die Dauer der Gerichtsprozesse beträgt mittlerweile über ein Jahr und  der durchschnittliche Streitgegenstand beträgt 2000.- Euro. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

 

Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), werden die Kosten für Rechtsstreitigkeiten zu niedrig eingeschätzt.

„Obwohl fast 60 Prozent der Befragten angeben, dass sie schon einmal rechtliche Hilfe benötigten, herrscht über die Höhe der anfallenden Kosten große Unkenntnis“, sagt Thomas Lämmrich, Leiter Rechtsschutzversicherung im GDV. Dabei hat jeder Bürger das Recht im Vorhinein zu erfahren, welche Kosten beim Anwalt und vor Gericht auf ihn zukommen.

Die meisten der Befragten  sind der Überzeugung, dass derjenige vor Gericht gewinnt, der sich einen guten Anwalt leisten kann bzw. das meiste Geld für Anwälte ausgeben kann. Dies ist mit Sicherheit auch ein Grund, warum ältere Menschen am wenigsten vor Gericht gehen.

„Dass viele Menschen wegen des Kostenrisikos auf ihr Recht verzichten würden, ist besorgniserregend“, sagt Lämmrich. „Der Zugang zum Recht darf nicht zu einer Frage der wirtschaftlichen Stärke des Einzelnen werden.“

Eine Rechtsschutzversicherung würde bei gerichtlichen Auseinandersetzungen für Anwaltsgebühren, Zeugen Gelder und Gerichtskosten aufkommen. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung. Ausreichende Deckung, Tarife und besondere Versicherungsbedingungen sollten im persönlichen Beratungsgespräch bei einem unabhängigen Versicherungsmakler eingeholt werden.

 

 

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