Elementarversicherung gegen Hochwasserschäden

13.06.2016

Nachdem selbst in Regionen mit geringem Überschwemmungsrisiko mit Hochwasser zu rechnen ist, sollten sich  Mieter und Hausbesitzer gegen Hochwasserschäden versichern.

In der Bildzeitung vom 08.06.16 wurde über eine Familie berichtet, die durch das Hochwasser ihre gesamte Einrichtung verloren hat. Ihr gemietetes Haus ist unbewohnbar geworden. Die Familie hat aber Glück im Unglück, denn dank einer abgeschlossenen Hausratversicherung mit Elementarbaustein wird Ihnen der Verlust nun mit bis zu 100.000,00 Euro von der Versicherung vollständig erstattet. Der Hauseigentümer allerdings geht leer aus. Er hatte keine Elementarschadendeckung in seiner Wohngebäudeversicherung und wird nun auf dem Totalgebäudeschaden sitzen bleiben.  Damit es nicht zu solch einer existentiellen Bedrohung kommt, empfiehlt sich dringend eine sogenannte zusätzliche Elementarschadendeckung in die bestehende Wohngebäudeversicherung mit einzuschließen.

Was ist eine Elementarversicherung?

Sie  schützt das Gebäude vor Schäden durch Überschwemmung, Erdbeben, sowie Schneedruck und Lawinen. Meist wird diese Versicherung mit einem Selbstbehalt von 10% angeboten. Die Kosten liegen bei etwa 50 bis ca. 450 Euro pro Jahr.

Wer kann sich versichern?

Eigentümer der Immobilie und Mieter. Mieter haben meist eine Hausratversicherung aber diese schützt nur gegen Schäden durch Leitungswasser, Feuer, Sturm, Hagel und Einbruch. Deshalb empfiehlt sich zusätzlich eine Elementarversicherung abzuschließen. Für Hauseigentümer oder Wohnungseigentümer gilt ähnliches. Die normale Wohngebäudeversicherung schützt nicht gegen Hochwasserschäden, deshalb sollte auch hier eine zusätzliche Elementarversicherung mit eingeschlossen werden.

Wer in einem Risikogebiet lebt, wird große Schwierigkeiten haben diese Versicherung zu bekommen. Oftmals wird die Versicherung einen Risikozuschlag erheben. Dann kann der Elementarversicherungsbaustein leicht auch mal 1.500,00 Euro pro Jahr kosten. Auch die Selbstbeteiligung kann bis zu 10.000,00 Euro angehoben werden. . Wie Bianca Boss vom Bund der Versicherten allerdings  trefflich sagte (Interview Zeit online vom 02.06.16):

…“Aber wenn im schlimmsten Fall Ihr Haus vom Wasser mitgerissen wird und ein Totalschaden vorliegt, dann sind bei einer Schadenssumme von vielleicht 800.000 Euro die 10.000 Euro lächerlich. Da sollten Sie sich eher freuen, dass Sie überhaupt eine Police bekommen haben.“

 

Was tun im Schadenfall?

  1. Erst einmal gegen die Flut handeln. Bianca Boss vom Bund der Versicherten:

„Ich darf auch nicht ganz ruhig zusehen, wie weiter Wasser in mein Haus fließt. Betroffene müssen etwa zerbrochene Fenster abdichten oder Hausrat im Keller in Sicherheit bringen, wenn das ohne Gefahr möglich ist.“

  1. Vor dem Aufräumen alle Beschädigungen fotografieren und der Versicherung schicken
  2. Eine Verlust-Liste schreiben, mit allen Gegenständen und was diese gekostet haben. Falls Quittungen vorhanden sind, diese dazu geben.

 

Nachdem starke Regenfälle zunehmen aber nur ein Drittel aller deutschen Haushalte eine Elementarversicherung besitzen, ist hier ein Umdenken vorprogrammiert.

 

 

 

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