Betriebskostenversicherung für Startups und Freiberufler

11.04.2019

junge leute arbeitFür Startup Unternehmer oder Freiberufler mit hohen Betriebskosten kann die Betriebskostenversicherung der geeignete Schutz gegen einen Betriebsausfall bei Arbeitsunfähigkeit sein. Arbeitsunfähig ist der Unternehmer dann, wenn er einen Unfall oder eine Krankheit erleidet, die es ihm unmöglich machen, seine Arbeit für den Betrieb fortzusetzen.

 

 

Für welche Betriebsart ist die Betriebskostenversicherung geeignet?

Wenn Sie ein Unternehmen haben, das hohe Betriebskosten wie Büromieten, Personalkosten und Abschreibungen von Anlagen hat und ohne Sie würde der reibungslose Betrieb ihrer Firma nicht laufen, dann macht es Sinn zu überlegen, was wäre, wenn Sie durch einen Unfall oder eine Krankheit arbeitsunfähig werden und ohne Sie einfach nichts mehr läuft? Sie liegen im Krankenhaus und die Fixkosten laufen weiter. Die Betriebskostenversicherungen erstattet in solch einem Fall die laufenden Betriebskosten und auch die Kosten für eine Ersatzkraft.

Während bis vor kurzem nur Ärzte und andere Freiberufler wie Anwälte oder Architekten diese Versicherung abschließen konnten, bieten mittlerweile einige Versicherer auch Betriebskostenversicherungen für 400 Betriebsarten an. Darunter fallen beratende Berufe wie z.B. Anwälte, Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater, Heilberufe wie Ärzte, Tierärzte und Therapeuten, Werkstätten, Architekten und auch IT Berufe.

Welcher Schaden und welche Kosten werden von der Betriebskostenversicherung ersetzt?

Laufende Kosten wie Miete, Nebenkosten für Büroräume, Gehälter, Leasing, Abschreibungen für Sachanlagen und Werbekosten für die Wiedereröffnung des Betriebes werden im Schadenfall vom Versicherer bezahlt. Achtung: diese Versicherung bezahlt nicht ihr eigenes Gehalt, sondern ausschließlich das Ihrer Angestellten. Sie können aber als Einschluss eine sogenannte Übergangshilfe für den Schadenfall vereinbaren. Wichtig ist auch, den passenden Tarif zu wählen. Die Versicherungssummen können von 50.000.- Euro bis zu 250.000 Euro variieren. Deshalb empfehlen wir eine genaue Kostenaufstellung vorzunehmen bevor Sie sich für einen bestimmten Tarif entscheiden.

Für welchen Zeitraum zahlt die Betriebskostenversicherung?

Hier sollten Sie unbedingt die Karenzzeit beachten. Der Versicherer leistet erst nach einem bestimmten Zeitraum. Wie lang dieser Zeitraum ist, hängt ebenfalls vom gewählten Versicherungstarif ab. Deshalb empfehlen wir auch in diesem Fall, vorher genau abzuklären ab welchem Zeitraum die Versicherung zahlen muss. Die Erstattungen sind auch nicht endlos. Meistens zahlt die Betriebskostenversicherung bis zu einem Jahr, es kann aber auch ein längerer Zeitraum vereinbart werden.

Ertragsausfallversicherung

Wenn Sie sich zusätzlich gegen Verluste versichern wollen, dann ist die Ertragsausfallversicherung ein zusätzlicher Baustein der zur Betriebskostenversicherung abgeschlossen werden kann. Im Schadenfall leistet der Versicherer den Netto-Betriebsgewinn den Sie bei ungestörtem Betriebsablauf machen würden. Dieser Baustein kostet natürlich extra.

Berufsunfähigkeitsversicherung statt Betriebskostenversicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet eine laufende Rente, wenn Sie Ihren Beruf langfristig nicht mehr ausüben können. Wenn Sie nun hohe Betriebskosten haben, wird die BU Rente wohl kaum reichen. Es sei denn Sie schließen einen Tarif ab, der eine hohe Rentenzahlung vorsehen würde. In diesem Fall empfehlen wir eine genaue Abwägung des Kosten Nutzen Verhältnisses.

Betriebskostenversicherung und Beratung

Wie Sie sehen, gibt es einige Stolpersteine die es vorab zu erkennen gilt. Vor allem bei der Wahl des richtigen Tarifs, mit einer ausreichenden Deckung und nicht allzu hohen Kosten empfehlen wir Ihnen sich mit uns zusammenzusetzen. Wir beraten Sie kostenfrei und unabhängig.