Berufsunfähigkeit bei Handwerkern – vier Beispiele aus dem Leben

13.09.2019

handwerker inspizieren ein lagerBerufsunfähigkeit ist bei einem  Handwerker dann gegeben, wenn er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Gerade in Handwerksberufen ist die Wahrscheinlichkeit durch einen Unfall oder eine Krankheit berufsunfähig zu werden höher als in anderen Berufen. Ein BU Grad von mindestens 50 %  muss vorliegen, um berufsunfähig zu sein. Das bedeutet, dass der Handwerker seinen Beruf nur noch zu 50 %  ausüben kann und das gibt ihm das Recht eine BU Rente zu beziehen.

 

Aus meiner Tätigkeit als Versicherungsmakler habe ich einige Schicksalsschläge erleben müssen. In den folgenden Beispielen erfahren Sie, unter welchen Umständen eine BU Rente die finanzielle Rettung sein kann.

Berufsunfähigkeit eines KFZ Technikers

Herman E. (Name wurde von uns geändert), ist KFZ Mechaniker in einem KFZ Betrieb. Viele Jahre ist er gesund und arbeitet beschwerdefrei in der Autowerkstatt. Alles läuft gut. Kurz nach seinem 47. Geburtstag wacht er morgens auf und hat starke Kopfschmerzen. Er steht auf, es ist ihm schwindelig, er kann schlecht gehen und er kann seiner Frau auf einmal nicht mehr sagen, dass ihm schlecht ist. Herman hat Schwierigkeiten beim Sprechen. Er sieht nicht mehr richtig und ein Taubheitsgefühl am Arm macht sich bemerkbar. Seine Frau ruft den Notarzt und Herman kommt in die Klinik. Dort wird ein Schlaganfall festgestellt. Herman geht es nach einer Weile besser aber die linke Hand bleibt taub.  Für Herman bedeutet dies das Aus in seinem Beruf.

10 Jahre zuvor hatte Herman bei uns eine BU für Handwerker abgeschlossen. Er zahlte einen monatlichen Beitrag von ca. 65.- Euro. Nun erhält er eine Rente in Höhe von ca. 1.500 .- Euro bis zum Alter von 62 Jahren.

Berufsunfähigkeit eines Elektromechanikers

Joachim S. (Name wurde von uns geändert) ist Elektromechaniker, 29 Jahre alt und arbeitet mit einem Kollegen als selbständiger Elektroniker. Es war ein ganz normaler Arbeitstag im Januar 2018. Eigentlich musste Joachim nur eine Wartungsarbeit an einer elektronischen Messanlage in einer Fabrik durchführen. Dazu musste er lediglich die Leiter hochklettern, wie so oft und die Wartungsarbeiten und Funktionstests durchführen. Als er fertig ist, will er die Leiter wieder runterklettern und übersieht in der Eile eine Sprosse. Joachim stürzt zu Boden und erleidet dabei einen komplizierten Trümmerbruch an der linken Schulter. Seitdem hat er massive Beschwerden an der Schulter und kann sie nicht richtig bewegen.

Vier Jahre zuvor hatte Joachim eine BU abgeschlossen, mit einem monatlichen Beitrag von ca. 26.- Euro. Von der Versicherung bekam er 2000.- Euro wegen des Arbeitsunfalls und er erhält eine BU Rente von 1000,00 Euro monatlich.

Berufsunfähigkeit einer Sekretärin in einem Handwerksbetrieb

Bettina M. (Name von uns geändert) arbeitete viele Jahre als Sekretärin in einem Schreiner Betrieb. Die Arbeit machte ihr Spaß und brachte ihr ein sicheres Einkommen. Doch mit 51 Jahren kamen die Depressionen. Schleichend, langsam. Auf einmal machte das Leben keinen Spaß mehr. Bettina ging zur Psychotherapie und musste schließlich mehrmals stationär in eine psychosomatische Klinik. Eine Rückkehr an den einst so geliebten Arbeitsplatz war nicht mehr möglich.

Bettina hatte eine Handwerker BU mit 35 abgeschlossen. Denn auch Nichthandwerker können sich BU versichern. 16 Jahre lang zahlte sie monatlich ca. 50.- Euro Beitrag. Nun erhält sie eine Bu Rente von ca. 2000.- Euro monatlich bis zu ihrem 62. Lebensjahr.

Berufsunfähigkeit eines Schreiners

Fritz N. (Name von uns geändert) war Schreiner. In diesem Beruf hatte er nicht nur Spaß, sondern auch ordentlich verdient. Die Aufträge wurden immer häufiger und Fritz arbeitete immer mehr. Krankheit, Stress oder Erschöpfung waren Fremdworte für ihn. Irgendwann, er weiß es gar nicht mehr so genau, fängt es in den Knien an zu ziehen. Das Ziehen wird immer stärker und weitet sich zum Schmerz aus. Fritz will das alles gar nicht wahrhaben, als jedoch Tragen und Fahren nur noch mit Schmerzen verbunden sind, geht er zum Arzt. Die Diagnose: Arthritis in den Kniegelenken. Fritz ist 44 Jahre alt. Er kann nicht mehr arbeiten und fühlt sich wie 100. 14 Jahre zuvor hatte Fritz eine BU für Handwerker abgeschlossen. Ca. 45.- Euro Monatsbeitrag. Nun erhält er bis zu seinem 62. Lebensjahr eine 1000.-Euro Rente.

 

Dies sind alles Einzelschicksale und gerade beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es auf die jeweilige Arbeit und den Gesundheitszustand des Antragstellers an. Deshalb können keine pauschalen Leistungsmuster beschrieben werden. Die Beispiele jedoch zeigen, wie hilfreich ein guter BU Schutz sein kann.