Kommt das Ende des Immobilienbooms?

Das Ende der steigenden Immobilienpreise wird regelmäßig prognostiziert, es wird auch immer wieder debattiert, ob die hohen Immobilienpreise in Deutschland ein Anzeichen für eine Immobilienblase sind und ob diese in naher Zukunft platzen würde. Was ist dran an diesen Untergangsszenarien?

Fakt ist, dass in Deutschland die Immobilienpreise gegenüber dem letzten Jahr durchschnittlich um 7,7% gestiegen sind (Quelle: Jahresbericht vom Ausschuss für Finanzstabilität, procontra online vom 03.07.2017).

 

In den Städten erhöhten sich 2016 die Preise sogar um bis zu 8,3 Prozent. In den vergangenen 10 Jahren haben die Immobilienkaufpreise in Köln um 56% und in Berlin um 115 Prozent zugelegt. Was die Bewertungen der Immobilien anbelangt, so werden gerade in deutschen Großstädten allein für das Jahr 2016 Überbewertungen von bis zu 30% festgestellt, dies besagt ein Bericht der Deutschen Bundesbank, der Teil des Ausschusses für Finanzstabilität ist.

 

Doch was sind die Gründe für diesen Preisboom? Zum einen die Niedrigzinspolitik der EZB. Und so wie kürzlich keine Erhöhung der Leitzinsen geplant sind, so wird sich diesbezüglich auch nichts ändern. Ein anderer Grund sind die niedrigen Renditen von Finanzprodukten. Der Verbraucher weicht deshalb auf Immobilien aus. Ein weiterer Grund ist der hohe Bedarf an Wohnungen in Deutschland. Laut Institut der Deutschen Wirtschaft (Quelle: Spiegel online 03.03.2017) wurden in den Jahren 2011 bis 2015 nur ein Drittel des Bedarfs gebaut.

 

Wenn die derzeitige Immobilienentwicklung eine Blase ist die bald platzen wird, so müssten andere Gründe im Spiel sein. Wie z.B.  exzessive Spekulationen am Immobilienmarkt, wie das in Spanien und den USA der Fall war, so Stefan Mitropoulos, Immobilienexperte von der Landesbank Helaba. Auch leichtfertige Kreditvergaben müssten im Spiel sein um solch ein Szenario zu schaffen. In Deutschland aber ist der hohe Immobilienpreis in erster Linie durch die hohe Nachfrage gegeben. Mitropoulos rechnet eher mit einer Marktbereinigung auf lange Frist gesehen. So wie das damals in den achtziger Jahren der Fall war. Damals stagnierten die Immobilienpreise für einige Jahre.

 

Solange die europäische Zinspolitik nicht volatil wird, solange gibt es wohl keine Befürchtungen über eine plötzliche Immobilienblase. Abgesehen davon, kann man sich gegen nahezu alle anderen Gefahren beim Bau versichern. So springt etwa die Bauleistungsversicherung ein, wenn unvorhergesehene Schäden am Bau, wie z. B. durch Vandalismus oder Wolkenbrüche auftreten. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung hilft wenn Dritte auf der Baustelle zu Schaden kommen oder wenn beispielsweise Kinder trotz Absperrungen auf dem Rohbau spielen und sich verletzen. Die Bauhelferversicherung ist wiederum für die ratsam, die in Eigenregie und mit der Hilfe von Freunden und Verwandten bauen. Sie sind in der Bauhaftpflicht ausdrücklich nicht abgedeckt. Erst mit dem Einzug schützt dann die übliche Wohngebäudeversicherung Ihr Eigentum. Mehr Informationen erhalten Sie von uns jederzeit unverbindlich auf Anfrage.