Rentenfaktoren bei fondsgebundenen Rentenversicherungen

Wenn es um private Altersvorsorge geht, so entscheiden sich immer mehr Versicherungsnehmer für eine fondsgebundene Rentenversicherung. Im Jahr 2016 gab es 46 Prozent mehr Neuzugänge. Trotz der guten Wertentwicklung dieser Lebensversicherungen sollte der Verbraucher auf eines achten: auf den „Rentenfaktor“.

Die klassische Lebensversicherung verliert weiterhin an Kunden.  Sie garantieren nur noch 0,9 %  Wertsteigerung und die Überschussbeteiligungen sind  im Sinkflug. Kein Wunder, dass die fondsgebundene Lebensversicherung immer mehr Anhänger gewinnt. Ihre Wertsteigerungen liegen bei durchschnittlich ca. 6 Prozent. So weit, so gut. Wer sich für solch eine Altersvorsorge entscheidet, sollte sich aber den „Rentenfaktor“ genau anschauen. Der Rentenfaktor ist die Umrechnung des angesparten Betrages in eine monatliche Rente. Liegt zum Beispiel der Rentenfaktor einer Versicherung bei 30 und das angesparte Kapital beträgt 40.000.-€, so bedeutet das, dass die monatliche Rente später 120 Euro ausmacht. Dieser Rentenfaktor wird bei einer normalen Lebensversicherung bei Vertragsabschluss festgelegt. Der Versicherungsnehmer weiß also, wie er finanziell dran ist, wenn er die Rente bezieht. Dazu kommen noch die Überschussbeteiligungen. Jedoch diese werden von den klassischen Versicherern mittlerweile gar nicht mehr garantiert oder erst zu Rentenbeginn festgelegt, wenn es überhaupt zu Überschussbeteiligungen kommt.

 

Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung gibt es Policen mit und auch ohne garantierten Rentenfaktor. Oft wird der Rentenfaktor nicht garantiert, da der Versicherer nicht garantieren kann, wie sich der Rentenfond entwickeln wird. Aber es kann ein Rentenfaktor festgelegt werden, der das vorhandene Kapital in eine monatliche Rente umrechnet und zwar bei Rentenbeginn. 

 

Der Rentenfaktor, wenn er einmal vertraglich festgelegt wurde, kann er vom Versicherer auch nicht nachträglich reduziert werden. In der Presse liest man zurzeit, dass Allianz und Zürich den Rentenfaktor senken wollen. Das gilt dann für alle Neuabschlüsse, nicht für bestehende. Es gibt bei den angelsächsischen Anbietern Policen ohne jegliche Garantien. Die brauchten sie bis Dato auch nicht, da ihre Produkte gute und stabile Wertentwicklungen von 4,5 bis 8,7 Prozent seit vielen Jahren vorweisen können. Deutsche Fondspolicen sind in der Regel mit Garantien ausgestattet.

 

Aus diesem Grund empfiehlt Versicherungsmakler München, sich einen genauen Marktüberblick  über fondsgebundene Produkte aufstellen zu lassen.