Die betriebliche Altersvorsorge wird endlich besser!

Nachdem in den letzten Jahren das Thema Altersvorsorge immer mehr zum Sorgenthema wurde, schafft die Regierung mit einem neuen Gesetz wesentlich bessere Bedingungen bei der betrieblichen Altersvorsorge, sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber.

Neben der gesetzlichen Rente gibt es zwei weiteren Säulen der Altersvorsorge: Die private Altersvorsorge und die betriebliche Altersvorsorge. Letztere war in der Vergangenheit für kleine und mittlere Unternehmen und vor allem für Geringverdiener eher unvorteilhaft. Der Grund:  Kleinere Unternehmer befürchteten an den sog. Garantiezusagen für die Höhe der auszuzahlenden Betriebsrenten pleite zu gehen und geringverdienende Angestellte waren mit dem Problem konfrontiert, dass ihre Rentenansprüche einer benötigten Grundsicherung im Alter (Sozialhilfe) sich in Luft auflösen würden, da diese entsprechend verrechnet wurden.

 

Folgendes wird sich nun in dieser Hinsicht ändern:

  • Entscheidet sich der Arbeitnehmer nun für die Entgeldumwandlung, d.h. er spart einen Betrag aus seinem Lohn für seine spätere Betriebsrente, dann ist der Arbeitgeber verpflichtet einen eigenen Beitrag dazu zu leisten.
  • Geringverdiener, die im Alter mit Sozialhilfe rechnen (Grundsicherung) können nun mit gutem Gewissen eine betriebliche Altersvorsorge abschließen und bekommen die angesparte Rente zusätzlich zur Grundsicherung.  Die Ansprüche aus einer angesparten BAV wurden bis dato bei Fälligkeit mit der Grundsicherung verrechnet und somit gestrichen.
  • Arbeitgeber sind nicht mehr gezwungen Leistungszusagen und damit die Haftung für die Ablaufleistungen der Verträge ihrer Angestellten zu übernehmen. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber nun nur noch für die Beiträge geradestehen muss. Alles was darüber hinaus geht, also Rendite und Überschüsse müssen somit vom Arbeitgeber nicht mehr garantiert werden. In der Vergangenheit war es so, dass der Arbeitgeber für die gesamte Summe inklusive Zinsen und Überschüsse gegenüber dem Arbeitgeber haften musste, wenn der Versicherer seine Zusagen nicht erwirtschaften konnte.  Eine ungerechte Lösung und vor allem ein unkalkulierbares Risiko für Unternehmen, da die Zinsen ja ausschließlich von den Aktionen der EZB anhängen, worauf die Wirtschaft keinen Einfluss ausüben kann. Kein Wunder, dass die betriebliche Altersvorsorge entsprechend unattraktiv für Arbeitgeber und Arbeitnehmer waren.