Pflegezusatzversicherungen im Vergleichstest

Das Magazin Ökotest testete kürzlich über 30 verschieden Versicherungskonzerne auf dem deutschen Markt, die Pflegzusatztarife anbieten. Dabei kamen einige Anbieter vergleichsweise sehr gut davon, einige schnitten schlecht ab und zusätzlich gab es diverse Versicherer, die sich an der Untersuchung nicht beteiligt haben.

Eine Pflegezusatzversicherung wird nach Meinung von Versicherungsexperten für uns immer wichtiger, da die staatliche Pflegeversicherung die Kosten für einen Pflegefall nicht decken kann. Wer in ein Pflegeheim will, muss mit einer monatlichen Belastung von ca. 3000.-€ rechnen. Die staatliche Pflege beträgt um die 1200.-€. Die restliche Kostenlücke muss also der Pflegebedürftige zahlen.  Wer das nicht schafft, wird zum Sozialfall. Eine Untersuchung des Statistischen Bundesamtes (siehe auch destatis)  brachte ans Licht, dass ca. 40 Prozent der stationär versorgten Pflegepatienten  staatliche Sozialhilfe brauchten, um das Pflegeheim zahlen zu können. Ob sich das in Zukunft ändern wird, ist wohl nicht zu erwarten. Eher wird die Kostenschere wachsen. Aus diesem Grund lohnt es sich eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Je jünger und gesünder der Antragsteller, desto geringer fallen die monatlichen Kosten aus. Am meisten lohnt sich der Abschluss einer Pflegeversicherung für Kinder. Diese erhalten für einen geringen monatlichen Beitrag von ca. 5 Euro die höchsten Deckungssummen von ca. 100 Euro Tagegeld, weil sie meist völlig gesund sind und der Eintritt eines Pflegefalles am geringsten ist. 

 

Bei der Flut von Versicherungsanbietern stellt sich die Frage, welche Versicherung die besten Leistungen bietet. Ökotest hat über 139 Tarife für Pflegetagegeld verglichen. Hierbei sind zwei wichtige Voraussetzungen zu berücksichtigen:

 

Die Pflegeversicherung sollte eine Altersrückstellung beinhalten. D.h. wer mit 35 Jahren abschließt, muss weniger Monatsbeiträge zahlen. Bei der Altersrückstellung wird in jungen Jahren für das Alter sozusagen „angespart“, damit die monatlichen Kosten die ab dem 65. Lebensjahr bei jeder Pflegeversicherung fällig werden, nicht so hoch ausfallen. Beispiel: Ein 35 jähriger zahlt im Monat ungefähr an die 40 Euro, ein 65 jähriger muss schon über 120.- Euro zahlen, um auf ein Tagegeld von ca. 60 Euro zu kommen.

 

Zwischen normaler Pflegeversicherung und Pflege-Bahr-Versicherung ist zu unterscheiden. Die Pflege-Bahr Versicherung ist eine staatlich geförderte Pflegeversicherung für Menschen mit Vorerkrankung. Beim Abschluss dieser Tarife braucht es keine Gesundheitsprüfung. Diese Variante sollte aber nur für den Fall einer Vorerkrankung gewählt werden, denn wenn man die Leistungsbeträge dieser Tarife vergleicht, so schneiden diese schlechter ab. Hier werden Tagegelder zwischen ca. 20- 30 Euro bezahlt. Erst ein Tagegeld von ca. 60 Euro deckt jedoch die durchschnittlichen monatlichen Pflegekosten.

 

Die Ergebnisse des Ökotest Untersuchung können hier eingesehen werden.

 

Platz1: 

DKV, Deutsche Krankenversicherung AG

Tarif KPET“, Antragsteller ist 35 Jahre alt, monatlicher Beitrag ist 29,04 €,  monatliche Gesamtleistung pro Euro Beitrag  ist 6.253,85 €

 

Platz 2:

Württembergische Krankenversicherung AG

Tarif Premium Plus, Antragsteller ist 35 Jahre alt, monatlicher Beitrag ist 36,00 €,  monatliche Gesamtleistung ist 5.895,53 €.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Versicherungsmakler München. Die oben genannten Beispiele betreffen nur Antragsteller im 35. Lebensjahr. Wenn Sie jünger oder älter sind, fallen die Monatsbeiträge bei einem Neuantrag anders aus.