Was tun beim Ausfall der Arbeitskraft?

Versicherungsmakler München Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Wer seine Arbeit aufgrund einer körperlichen oder psychischen Krankheit nicht mehr ausüben kann, hat einen Anspruch auf Rente. So sieht es der Gesetzgeber vor. Dabei gilt es hier aber genau zu unterscheiden, ob eine Berufsunfähigkeit, Arbeitsunfall, Berufskrankheit oder eine totale oder teilweise Erwerbsunfähigkeit vorliegt und ob überhaupt eine Leistung vom Staat oder von einem Versicherer beansprucht werden kann.

Es gibt mehrere Einstufungen beim Vorliegen eines Arbeitskraftausfalls:

 

Arbeitsunfähigkeit

Der Betroffene ist aufgrund einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung temporär nicht in der Lage seine berufliche Tätigkeit auszuüben. Dies wird vom Arzt attestiert und wenn die Erkrankung länger als 6 Wochen dauert erhält der Betroffene ein Krankentagegeld von der gesetzlichen Krankenkasse bis zur 78. Woche, sofern er angestellt ist. Privatversicherte erhalten das Krankentagegeld ab dem Tag und in der Höhe wie es bei Abschluss des Versicherungsvertrages vereinbart wurde. 

 

Betriebsunfall 

Wenn der Betroffene einen Unfall im Rahmen der beruflichen Tätigkeit erlitten hat, greift hier das Verletzungsgeld der Berufsgenossenschaft, das bis zur 78. Woche bezahlt wird. Besteht die Berufsunfähigkeit nach diesem Zeitraum weiter, so wird von der Berufsgenossenschaft entschieden, ob der Betroffene eine Rente erhält Dies unterliegt strengen Kriterien. Die Bewilligung von Renten ist seit Jahren stark rückläufig.

 

Erwerbsunfähigkeit

Diese liegt vor, wenn der Angestellte aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls gar keiner Beschäftigung mehr nachgehen kann. Ein ärztliches Gutachten muss bescheinigen, dass der Betroffene weniger als 3 Stunden Arbeit täglich verrichten kann. Eine weitere Voraussetzung ist, dass mindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge in die Erwerbsunfähigkeitsrente bezahlt wurden und eine Wartezeit von 5 Jahren vorliegt. Meistens wird eine teilweise Erwerbsunfähigkeit attestiert, d.h. die Fähigkeit mehr als 3 Stunden aber weniger als 6 Stunden täglich arbeiten zu können. In Zahlen ausgedrückt heißt das folgendes: eine volle Erwerbsunfähigkeitsrente beträgt ca. 950,00 Euro monatlich, jedoch nur wenn der Erwerbsunfähige weniger als 3 Stunden am Tag irgendeiner Arbeit nachgehen kann. Eine halbe Erwerbsunfähigkeitsrente beträgt ungefähr die Hälfte davon und wird nur dann gezahlt, wenn der Betroffene mehr als 3 Stunden einer Tätigkeit nachgehen kann. Wer mehr als 6 Stunden täglich arbeiten kann, erhält gar keine Rente.

 

Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit liegt dann vor, wenn der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dem Arbeitnehmer nur dann eine Rente, wenn dieser auch keine ähnliche Arbeit in seiner Firma ausüben kann. Beispiel: ein Angestellter der nicht mehr am PC arbeiten kann wird zu einer Tätigkeit als Pförtner im gleichen Unternehmen angewiesen. Dies gilt für alle nach 1961 geborene. Ältere Jahrgänge können sich noch auf Bezüge in Höhe von 30 Prozent des Bruttoverdienstes berufen. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen zahlt bei jeder Art von Berufsunfähigkeit in voller Höhe. Die Höhe der Rente richtet sich nach den Beiträgen und dem Versicherungsvertrag den der Versicherte abgeschlossen hat.

 

Dread Disease

Eine seltene Versicherung die nur bei ganz bestimmten Krankheiten eine Versicherungssumme ausbezahlt. Die Krankheitsbilder sind fest definiert. Wer einen Herzinfarkt, Krebserkrankung, Alzheimer, Schlaganfall, Parkinson oder Multiple Sklerose hat, kann die mit der Versicherung vereinbarten Deckungssumme beanspruchen. Auch wenn der Erkrankte seine Arbeit eines Tages wiederaufnimmt, muss er das ausbezahlte Geld nicht an den Versicherer zurückzahlen.

 

Aufgrund der existentiellen Wichtigkeit der Arbeitskraftabsicherung sollte sich ein Interessent  vorab genau informieren, welche Versicherungsform die geeignetste  ist und gegen welche Risiken er sich absichern will. Aus diesem Grund empfiehlt das Team von Versicherungsmakler München eine individuelle Risikoanalyse machen zu lassen. Hier werden Berufsqualifikation, Vorerkrankungen, Risiken im Arbeitsalltag, Familiensituation und noch viele weitere wichtige Faktoren genau aufgenommen, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Eine Standardlösung ist nicht empfehlenswert, da hier immer das Risiko einer Unterversicherung bestehen kann.