Die Risikolebensversicherung: Welches Risiko denn eigentlich?

 

Die Risikolebensversicherung sichert die Familie der versicherten Person im Todesfall finanziell ab, damit die Hinterbliebenen nicht in finanzielle Notlagen geraten. Banken setzen gerne auch eine Risikolebensversicherung als Sicherheit für ihre Kredite ein. Im Todesfall kann mit der Auszahlungssumme der Kredit bezahlt werden. Dieses Risiko in der Risikolebensversicherung trägt jedoch nicht der Versicherte, sondern die Versicherung. Wenn der Versicherte schon kurz nach Abschluss der Risikolebensversicherung stirbt, wird dennoch die vereinbarte Summe ausgezahlt. Somit macht für die Versicherung eine kurze Versicherungsdauer das Risiko aus. Die Laufzeit der Risikolebensversicherung beträgt mindestens 1 Jahr und maximal 50 Jahre. 

Ist die Risikolebensversicherung für jeden etwas?

Vor dem Vertragsabschluss der Risikolebensversicherung prüft die Versicherung, wer als Versicherungsnehmer in Frage kommt. Somit kann je nach dem Lebensstil des zu Versichernden der Beitrag variieren. Personen, die zum Beispiel Extremsportarten nachgehen, müssen in der Regel einen höheren Beitrag für die Risikolebensversicherung leisten. Dabei wird aber von Vornherein - auch bei einem noch so hohem Risiko - niemand von der Versicherung ausgeschlossen. Auch wenn auf den ersten Blick die Risikoversicherung sich für die Versicherung selbst nicht zu lohnen scheint, so ist dem nicht so, da mit Ablauf der Versicherungsdauer auch die Risikolebensversicherung verfällt und die eingezahlten Beiträge nicht zurückgezahlt werden.  

 

Die Vorteile

Eine Risikolebensversicherung bietet viele Vorteile für die versicherte Person sowie für die Hinterbliebenen im Todesfall:

  • Absicherung der Immobilienfinanzierung
  • Sicherheit für Kredite im Todesfall
  • Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall
  • Flexible Gestaltung der Beiträge, der Versicherungssumme und der Laufzeit sind möglich
  • Beiträge sind grundsätzlich steuerlich absetzbar

 

Die Nachteile

Die Risikolebensversicherung bietet nicht nur wertvolle Vorteile, sondern es gibt auch gewisse Nachteile:

 

  • Es muss ein bindender Vertrag abgeschlossen werden.
  • Die Beiträge stehen nicht mehr zur Verfügung.
  • Bei Kündigung kein Rückkaufswert 
  • Nach Ablauf der Versicherungsdauer ist  keine Auszahlung möglich.
  • Die Leistung steht bei Selbstmord erst nach einer Wartefrist zur Verfügung.

 

Warum ist eine Risikolebensversicherung so wichtig?

 

Für viele Menschen erscheinen so einige Versicherungen nicht wirklich notwendig, da man einfach viele Beiträge zahlt, aber die Versicherung nicht wirklich in Anspruch nimmt. Zudem werden Viele von all dem Kleingedruckten im Vertrag schon verunsichert und entscheiden sich gegen den Abschluss einer bestimmten Versicherung. Bei einer Risikolebensversicherung sollte man sich aber unbedingt vor Augen führen, dass im Falle des Todes ein Betrag ausgezahlt werden kann, der zu Lebzeiten wohl eher nicht angespart werden würde - zumindest nicht in dieser Höhe. Somit sollte sich der Versicherungsnehmer unbedingt mit der Wichtigkeit der einzelnen Versicherungen auseinandersetzen. Dabei ist die Risikolebensversicherung eine sehr nützliche Versicherung mit ganz klaren Vorteilen. Im schlimmsten Fall der Fälle kann diese Versicherung zu einer sehr wichtigen Hilfe werden, wenn es um die Versorgung der Hinterbliebenen oder vor allem auch um die Tilgung von Krediten und Darlehen geht. 

 

Was ist der richtige Zeitpunkt zum Abschluss?

Es gibt einige sehr wichtige Anlässe im Leben, welche die Bedeutung einer Risikolebensversicherung größer erscheinen lassen. So ist in diesen Fällen der Abschluss dieser Versicherung sehr ratsam:

  • Bei der Geburt eines Kindes
  • Bei der Heirat
  • Beim Kauf einer Immobilie
  • Bei einer Kreditaufnahme

Zudem gibt es für den Abschluss einer Risikolebensversicherung auch eher weniger gut geeignete Zeitpunkte im Leben:

 

  • Bei der Beendung der Ausbildung der Kinder
  • Bei einer Scheidung
  • Im Rentenalter